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Crufts 2011 - Die Show der Sieger

auf der Crufts

Schon lange hatte Gundula den Traum, einmal auf der größten und bedeutendsten Hundeausstellung der Welt dabei zu sein und die schönsten Hunde zu sehen. Dieses Jahr wurde dieser Traum Wirklichkeit. Nachdem im Internet alle notwendigen Informationen zusammengetragen wurden, konnte die Reise gebucht werden. Damit wir auf der Crufts nicht mit unnötigem Gepäck laufen, haben wir beschlossen, dass jeder nur einen Rucksack mitnimmt, das auch als Handgepäck in den Flieger passt. Mein Rucksack war dabei schon zu 70% mit Fotoausrüstung gefüllt. Natürlich nur das Nötigste!

Am 9.März ging es dann von Berlin-Tegel nach Amsterdam und von dort nach Birmingham. Die beiden Flüge waren angenehm und ohne Wartezeiten. Auf dem Hinflug hatte ich einen Fensterplatz und konnte so die ersten Fotos schießen. Obwohl über den Wolken immer die Sonne scheint, hatten wir in 10.000 m Höhe –58°C.
Im Birmingham angekommen ging es nach kurzer Wartezeit am Zoll mit einem fahrerlosen Peoplemover innerhalb von 2 Minuten zur Birmingham International Railstation. Dort 300 m weiter auf der überdachtem Überführung und wir waren auf der Crufts! Diese feierte ihr 120-jähriges Bestehen mit über 22.000 ausgestellten Hunden und vielen Veranstaltungen an 4 Tagen.

Den Rest des ersten Tages, an dem vorrangig die Gundogs (Vorstehhunde) gezeigt wurden, nutzten wir mit Erkundungen der vielen Ausstellungshallen, -ringe und Verkaufsstände. Für uns ist dabei sein alles. Weiterbildung, über den Tellerrand schauen und neue Anreize sammeln. Erstmal alles aufgreifen, verarbeitet wird später.

Im Vergleich mit der Hundeausstellung unterm Funkturm in Berlin ist die Crufts ca. dreimal so groß. Die Ausstellungsringe sind ebenfalls viel größer, als hier üblich und die meisten Ringe sind komplett mit Kunstrasen ausgelegt. Hunde, die hier ausgestellt werden, mussten sich innerhalb des letzten Jahres auf Ausstellungen qualifizieren. Anders, als in Deutschland üblich ist auch die Unterbringung der Hunde. Hierfür werden in großer Anzahl lange aufgeständerte Reihen mit Sichtschutz angeboten, in denen Hundetransportboxen gestellt werden können.

Die Hundeboxen
Verkaufsstände in einer der Hallen
die typischen Taxis, wie bei Edgar Wallace

Am Ende des ersten Tages fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt zu unserem Hotel. Anschließend noch ein nächtlicher Bummel durch die Innenstadt und Abendessen bei McD (also bekannte Küche ;-)),die obligatorischen Fotos und dann Nachtruhe. Am nächsten Morgen wollten wir früh starten, um nichts zu verpassen.
Beim Frühstück hatten wir einige interessante Gespräche mit Engländern, die alle irgendwo einen Hund hatten, von dem sie berichten konnten. Generell sind die Engländer viel gesprächsfreudiger, als die Deutschen.

Mit dem Zug führen wir anschließend wieder zur Cruft, wo wir 10 min. vor Öffnung erwartungsvoll eintrafen. Am zweiten Tag der Ausstellung sollten vorrangig die Working & Pastoral Group (Arbeits- und Hütehunde), also auch DSH und Shelties, vorgestellt werden. Bei den Schäferhunden dominierte schwarz-gelb, aber es wurden auch graue Hunde vorgestellt. Im Vergleich zu unseren DSH sind diese etwas kleiner und agiler.
Bei den Shelties herrschten helle Zobelfarben vor und vereinzelt blue merle und tricolor. Darkzobel haben wir kaum gesehen. Auch die Shelties waren hier kleiner, als bei uns, aber jeder Hund war traumhaft schön.

die Schäferhunde
die Shelties
Die NEC-Arena

Die Crufts ist auch eine der großen Veranstaltungen im Agility, ähnlich der VDH-DM und der German Classics, für die sich die Starter qualifizieren müssen. Hier starten Hunde mit Grade 6 und 7, wobei Grade 6 unserer A3 entspricht und Grade 7 die Agility-Champions sind. Wer hierzu mehr erfahren möchte, dem enpfehlen wir den interessanten Artikel von Jana Kiefer auf agility.de.

Für die Wettkämpfe steht die NEC-Arena zur Verfügung (NEC = National Exibition Center). Eine Halle mit 6000 Sitzplätzen und Videoleinwänden, wie bei Boxveranstaltungen. Wir konnten spannende Läufe sehen, wobei uns einige Unterschiede aufgefallen sind: Die Hunde laufen mit Halsband, in der Start- Zielzone werden Spielzeuge benutzt und die Slalomstangen waren nur 60cm hoch. Der für uns größte Unterschied war aber, daß diese großen Veranstaltungen viel professioneller aufgezogen werden, wie bei Boxkämpfen. Die Starter werden nicht nur namentlich genannt, sondern es wird auch über deren Werdegang und Qualifikationen berichtet. Jeder Lauf wird von einem Moderator kommentiert und bei der Parcourbegehung wird der Parcour ebenfalls erläutert, die Hindernisse erklärt und auf die möglichen Verleitungen hingewiesen. (Stellt euch einfach vor, ihr seid auf der Parcourbegehung, der Richter zeigt euch den Weg, weist auf Wechsel hin, zeigt euch alle Verleiter und was sonst noch zu beachten ist!)

Im Mutterland des Agility gibt es noch wesentlich mehr Varianten, als A-Lauf und Jumping. So gibt es z.B. ABC-Läufe (ABC = All Behind Collies, also alle Hunde außer Bordercollies). Es gibt Paarläufe und Manschaftsläufe mit 4 Teams, die jeweils nach dem Lauf einen Staffelstab vom nächsten Starter übernehmen, damit dieser dann laufen kann. Gerechnet wird die Gesamtzeit, die Gesamtfehlerzahl und 100 Fehlerpunkte je DIS.
Beim Führstil ist uns aufgefallen, dass viele mit beiden Armen zeigen und viel von hinten mit den Kommandos Left und Right geführt wird. Der aktuelle Trend, dass viele Hürden von hinten zu springen sind, herrscht auch hier vor.

in den Messehallen

Ebenfalls sehr beliebt in England sind die Obedience-Wettkämpfe. So war die NEC-Arena schon 2 Monate im Voraus für die Obedience-Finalwettkämpfe am Sonntag ausverkauft. Wir hatten aber die Möglichkeit, eine Vorausscheidung zu sehen. Es ist schon beeindruckend, wie gehorsam die Hunde arbeiten, ohne dass ein Kommando über den Platz gebrüllt wird. Meist wird so leise gesprochen, dass es aus der Entfernung nicht zu hören ist. Distanzkommandos erfolgen als Sichtzeichen. Die vorherrschende Rasse ist auch hier der Bordercollie.

Souveniers, Souveniers...

Neben den vielen Veranstaltungen, Vorführungen und Ausstellungsringen waren natürlich auch die Rassestände und die zahlreichen Verkaufsstände vertreten. Hier gab es natürlich alles, was man braucht, oder auch nicht braucht. Das Skurilste, was wir sahen, war ein aufblasbarer Hydrant als Notdurft für Rüden. Ansonsten waren viele Hundestatuen, Bilder und Zeichnungen, Transportboxen, Leinen und Geschirre, sowie viel Outdoorbekleidung vertreten. Der eine oder andere Gegenstand davon begleitete uns dann auch nach hause.

Am späten Nachmittag begaben wir uns auf den kurzen Weg Richtung Flughafen, wo wir geschafft, aber glücklich die Heimreise antraten. Wir schwelgen immer noch in den Erinnerungen und erfreuen uns an den super tollen Erlebnissen. Die Zeit verging leider viel zu schnell, aber die Reise war es wert!

Gundula und Thomas

am Sheltiestand
überall Hunde...

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